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Tu, was du liebst – oder liebe, was du tust!

Erstellt von Natalia Skreinig |

Du verbringst fast die Hälfte deiner Woche beim Arbeiten – wieso solltest du etwas tun, das du nicht magst?

Eine Woche hat 168 Stunden, wenn man das Wochenende wegzählt sind es 120 Stunden. Schläfst du 8 Stunden pro Nacht, dann bleiben dir unter der Woche 80 Stunden übrig, an denen du wach (und möglichst produktiv) bist. Geht man davon aus, dass du Vollzeit arbeitest oder studierst, dann verbringst du tatsächlich fast die Hälfte deiner Woche im Job. Deswegen ist es wichtig, dass du eine Arbeit hast, in der du dich wohlfühlst – oder die du bereit bist, mögen zu lernen.

Ob du über- oder unterfordert bist, ob du gut mit deinen Kollegen oder mit deiner Chefin auskommst, oder ob du das Gefühl hast, dass du nicht das tust, was du möchtest spielt alles eine große Rolle in deiner Jobzufriedenheit. Wenn du nämlich in der Früh aufstehst und dich ärgerst, dass du „schon wieder da hinmusst“, wirst du auf Dauer frustriert und unglücklich! Und man muss kein Experte sein um zu wissen, dass man eher weniger gut arbeitet, wenn man unzufrieden ist.

Kann ich lernen, meinen Beruf zu lieben?

Grundsätzlich ist es immer möglich zu lernen, eine Situation zumindest neutral zu betrachten. Realistisch gesagt: der Chef muss dich nicht glücklich machen, deine Kollegen müssen dich nicht mögen, und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass nicht mal Mark Zuckerberg jeden Tag glücklich aufsteht und arbeiten geht. Manchmal kann man eben nicht so einfach den Beruf wechseln, und muss sich daher anpassen und mit seinen Befindlichkeiten selbst fertigwerden. Trotzdem – wenn du ihn schon nicht lieben kannst, dann solltest du ihn zumindest nicht hassen!

Wie du eine neutrale bis positive Einstellung gegenüber deinem Job bekommen kannst geht mit diesen Strategien:

1) Versuche, deine internen Konflikte zu lösen!

Warum hast du damals genau diesen Job ausgesucht? Was hat dich daran interessiert? Was waren deine Beweggründe? Gehe in dich und versuche, dich an den Anfang deiner Karriere und an die guten Momente zu erinnern: Hier liegt der Ausgangspunkt für einen motivierten Neustart! Wenn du deinen Beruf an den „guten Tagen“ so oder so nicht ungern hast, ist das schon ein super Anfang, um den „Blues“ zu besiegen und die Motivation für die „weniger guten Tage“ zu finden.

Manchmal hilft es schon, an diesen „guten Tagen“ eine kurze Liste von Gründen, warum du deinen Job magst, zu schreiben. Ob es die täglich neuen, herausfordernden Aufgaben sind, ob es die Einbringung der fachlichen Kompetenzen sind, ob es  die Tatsache ist, dass du in schwierigen die Unterstützung deiner Kollegen hast – irgendwo findet man meistens Punkte, die die Tage besser machen können, auch wenn man diese an den nicht so guten Tagen nicht unbedingt immer sieht.

2) Versuche, deine Probleme im Job zu lösen!

Stören dich die Kollegen oder die Vorgesetzten? Nervt dich die Arbeit an sich, oder vielleicht sogar die ganze Philosophie des Unternehmens? Wenn es die Arbeit oder die Kollegen sind, hilft es vielleicht, Abteilungen zu wechseln und neue Projekte zu suchen. Ein Gespräch mit den Vorgesetzten oder mit den zuständigen Personen in der Personalabteilung kann dir vielleicht dabei helfen. Aber Vorsicht: überlege dir gut, was du willst, und was ein solches Gespräch auswirken kann! Es ist immer vorteilhaft, schon im Vorhinein eine Strategie und realistische Ziele zu haben.

Gefällt dir das ganze Unternehmen nicht (mehr), ist es vielleicht an der Zeit, dich nach was Neuem umzusehen. Wenn du in der gleichen Branche bleiben möchtest, kannst du in deiner Freizeit beginnen, nach Unternehmen zu suchen, die dich eher ansprechen. Bist du ganz und gar unglücklich, dann mach‘ dich schlau, welche Weiter- oder Fortbildungsmöglichkeiten du hast! Das schlimmste, was du tun kannst, ist einfach zu akzeptieren, dass du unglücklich bist, dich zurücklehnst, und nichts tust – davon wirst du nicht glücklich!

3) Lerne, die Welt mit anderen Augen zu sehen!

Bevor du gleich deine Augen verdrehend diesen Tab schließt: Ja, mir ist bewusst, wie clichéhaft und 0815 dieser Satz ist. Aber denk‘ doch darüber nach – wer kann deine Meinung über etwas ändern? Nur du selbst. Es liegt an dir, die Arbeit positiv zu sehen.

Oft ist man in Situationen, wo Negativität (zum Beispiel durch Lästern und Nörgeln) vorherrscht – entscheide dich doch selbst, da nicht mitzumachen! Eine negative Stimmung zieht dich nur runter und macht dich gestresst. Probiere beim nächsten Mal, wenn du merkst, dass sich Gespräche in diese Richtung lenken, höflich auszusteigen – und starte auch mal bewusst positive Gespräche!

Ob das über ein Thema ist, welches bei euch im Büro gerne diskutiert wird („Hast du die neuste Folge Game of Thrones gesehen? Die war wieder mal gut!“), oder über etwas im Job, das gut gelaufen ist („Der Kunde war jetzt ja richtig nett, hast du gesehen?“) – man kann (manchmal mit etwas Mühe) so gut wie immer etwas Positives an den Tag legen. Und hast du erst Mal positive Gesprächspunkte gefunden, kannst du mit deinen Kollegen bestimmt viel mehr Spaß haben in den Pausen als ihr es beim Lästern hättet. ;-) 

Natürlich muss dir auch bewusst sein, dass es keinen Job gibt, in dem man alles gerne macht – aber geht das Ganze mit guter Laune und Humor an, kann jeder noch so graue Tag gut laufen!

4) Wenn es gar nicht mehr geht – werde dir bewusst, wieso!

Schließt du bereits emotional schon mit der Arbeit ab und bist du dir sicher, dass das, was du am Job vermissen würdest, nicht genug ist, um dabei zu bleiben, dann überlege dir, was schiefgelaufen ist, damit es beim nächsten Job nicht nochmal passiert. Werde dir bewusst, was du anders hättest machen können und was anders hätte laufen können, damit der Ausgang ein anderer geworden wäre – dann kannst du auch vermeiden, dass es dir im nächsten Unternehmen gleich geht.

Manchmal kann man nur durch Ausprobieren herausfinden, ob etwas tatsächlich für einen passt oder nicht – und im Endeffekt schuldest du es dir nur selbst, das Beste aus deinem Leben zu machen.

 

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