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So sitzt der Anzug richtig!

Erstellt von Natalia Skreinig |

Der richtige Anzug kann bei jedem Körpertyp schmeichelhaft sein, aber was macht den richtigen Anzug aus?

...Ganz klar: er muss in erster Linie einfach perfekt sitzen.

Vielleicht erinnert du dich an den Beitrag von GQ, wo sie Donald Trump "umgestylt" haben, damit er mehr "wie ein Bundespräsident aussieht". Die Message dahinter ist ganz klar: Kleidung macht zwar vielleicht keine Leute, doch wie man sich kleidet sagt viel über die Art, wie man wahrgenommen wird. Das darf man vor allem bei Vorstellungsgesprächen nicht vergessen! Damit dir also beim Kaufen und Tragen eines Anzugs keine Fauxpas passieren, musst du ein paar Punkte beachten, die ich hier für dich nochmal zusammengefasst habe.

Sakko

Beim Sakko kommt es auf die richtige Länge an. Früher sagte man, dass das Sakko das Becken komplett verdecken sollte – heute sind die Sakkos aber meistens ein wenig kürzer geschnitten, und verdecken nicht die ganze Hüfte, aber auf jeden Fall den Gürtel und sogar noch etwas von den Hosentaschen.

Bewegungsfreiheit im Sakko ist ein absolutes Muss, sonst fühlt man sich unwohl. Wenn ihr euren Arm bewegt, sollte sich die Jacke nicht mitbewegen, und das Sakko sollte zwar dicht anliegen, aber nicht so eng, dass man darin nicht atmen kann. Einen Hauch tailliert darf das Sakko aber schon sein, denn dann kommen die Schultern besser zur Geltung.

Die Ärmel sollen nicht zu breit und nicht zu eng sein, damit man noch Platz für Bewegung hat. Sie sollten ca. eineinhalb Zentimeter kürzer sein als die des Hemdes; man sagt, der Sakko-Ärmel hat die perfekte Länge, wenn er bis zu dem Punkt Handgelenk-Daumenansatz reicht.

Die Schulternaht sollte nur ganz minimal hinter dem Schulterabfall liegen, also bündig mit der Schulter abschließen – das kann man testen, indem man sich gegen eine Wand lehnt. Sollte die Schulternaht die Wand berühren, bevor die eigentliche Schulter die Wand spürt, ist das Sakko zu breit.

Für die Knöpfe des Sakkos gilt immer:

  • Bei Sakkos mit einem Knopf sollte dieser etwa in der Höhe des Bauchnabels sein.
  • Zwei-Knopf-Sakko: Ein Knopf geschlossen, meistens der obere.
  • Drei-Knopf-Sakko: entweder die beiden oberen Knöpfe geschlossen, oder nur der mittlere.
  • Vier-Knopf-Sakko: Die beiden mittleren, oder die drei oberen Knöpfe werden geschlossen.
  • Fünf-Knopf-Sakko: Alle Knöpfe bis auf den untersten bleiben geschlossen.
  • Zweireiher werden immer geschlossen, egal wie heiß es ist – daher in den heißen Sommertagen vielleicht eher auf diese verzichten!
  • Bei einer Weste unter dem Sakko: Alle Knöpfe bis auf den untersten bleiben geschlossen.

Und nicht vergessen: beim Hinsetzen werden alle Knöpfe geöffnet (Ausnahme: Zweireiher – der bleibt auch beim Sitzen immer zu), und beim Aufstehen (zum Beispiel wenn man jemanden begrüßt) werden die Knöpfe vorher aber wieder geschlossen!

Hemd und Krawatte

Unter einem Sakko wird nie ein kurzärmeliges Hemd getragen, das kann man nicht oft genug sagen. Wie oben schon beschrieben sollten die Ärmel des Hemdes ca. eineinhalb Zentimeter länger als die Ärmel des Sakkos sein, und drunter gut zum Vorschein kommen.

Der Hemdkragen sollte eng am Hals liegen (Achtung, nicht so eng, dass man nicht mehr sprechen kann ;-)) und unter dem Kragen des Sakkos ein bisschen darüber hervorstehen (etwa eineinhalb Zentimeter). Zwischen den beiden Krägen sollte auch möglichst wenig Leerraum sein.

Auch auf das Material vom Hemd sollte man achten: Kunstfasern sehen fast immer billig aus, Seide oder seidenähnliche Materialien gehören nicht ins Büro. Idealerweise wählt man ein Hemd, das zu mindestens 80% aus Baumwolle oder Leinen (vor allem im Sommer) gemacht ist – und bleibt dabei möglichst einfarbig. Gemusterte Hemden sind jetzt nicht unbedingt ein No-Go, aber ist der Muster zu stark ausgeprägt, dann wirkt es schnell freizeitlich und weniger professionell – und wenn Sakko und Hose gemustert sind, wird es schnell too much. Möchte man auf Nummer sicher gehen, sollte man beim klassischen, weißen Hemd bleiben. Alternativ kann man auch zu blau, grau oder schwarz greifen; andere Farben sollten dann sowohl zum Typ als auch zum Anzug passen.

Bei Krawatten sollte stets auf die Farbe geachtet werden. Sie sollte farblich dazu passen, aber idealerweise nicht zu langweilig wirken – nimmt man also zum Beispiel ein hellblaues Hemd und ein dunkelblaues Sakko, könnte die Krawatte ebenso in einem Blauton gehalten werden, was zwar harmonisch wäre, aber wenig aufregend. KrawattenKnoten.org hat einen netten Guide mit vielen Tipps und Tricks geschrieben – und sogar Anleitungen, um verschiedene Krawattenknoten perfekt zu meistern. Die perfekte Krawattenlänge ist übrigens erreicht, wenn die fertig gebundene Krawatte genau über dem Gürtel endet, und nicht darüber oder darunter.

Hose

Auch hier sollte auf Bewegungsfreiheit und Wohlgefühl geachtet werden: Die perfekte Anzughose darf nicht zu eng, aber auch nicht schlabberig sitzen. Sie sollte relativ anliegend sitzen, aber mit noch genug Platz für Bewegung. Setzt man sich hin, sollte das Hosenbein auch wirklich nur ein ganz kleines Bisschen (maximal ein paar Zentimeter) nach oben rutschen – und der Bund sollte nicht so weit nach unten verrutschen, dass die Unterhose hinten rausschaut! Hat die Hose eine Bügelfalte,  so muss diese gerade über das Knie fallen und darf weder in die eine noch in die andere Richtung laufen.

Unten sollte die Hose leicht auf dem Schuh aufliegen. Der Saum sollte ein Zentimeter oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes enden (natürlich gemessen im Stehen). Auch wenn man eine „Slim Fit“-Hose anhat: diese Länge ist die perfekte Mischung zwischen trendy und zeitlos.

Socken und Schuhe

Ja, auch hier können Fauxpas passieren! Denn wenn man beim Vorstellungsgespräch sitzt, werden die Socken viel sichtbarer als im Stehen - und können manchen Eindruck ruinieren. Daher bitte beachten:

  • Länge der Socken: unbedingt Business-Socken, die nicht zu kurz sind, tragen. Also: keine Sport-Socken!
  • Farbe: Man(n) sollte niemals die Farben von Schuhen und Gürtel mixen – also sind die braunen Schuhe zu schwarzem Gürtel ein absolutes No-Go. Bei den Socken geht Schwarz immer, oder man kann die Farbe auf den Anzug abstimmen (zum Beispiel zum marineblauen Anzug dunkelblaue Socken). Trägt man bunte Socken, so sollte ihre Farbe in irgendeinem anderen Kleidungsstück wieder auftauchen - der Krawatte, dem Hemd, den Nadelstreifen. Was auf keinem Fall geht sind weiße Socken!
  • Löcher: gehen gar nicht, weder in den Schuhen, noch in den Socken. Denn man weiß nie, ob man nicht gebeten wird, aus welchem Grund auch immer seine Schuhe auszuziehen (schicker Teppich im Büro und draußen regnet's? Bewerbungsgespräch im japanischen Restaurant? Es gibt alles…!), und es wäre nicht nur peinlich, sondern würde auch ungepflegt aussehen, wenn die löchrigen Socken zum Vorschein kämen.
  • Flecken: wie bei den Löchern gehen Flecken gar nicht. Deswegen unbedingt drauf achten, dass die Schuhe geputzt und dass nirgends Flecken sind!

Welcher Sakko zu welcher Figur?

Ob man eher groß, klein, schlank oder stärker ist – die richtige Kleidung kann unsere besten Features zur Geltung bringen und gleichzeitig kaschieren, was wir nicht herzeigen wollen. MyBestBrands hat einen praktischen Guide zusammengestellt, der dir helfen kann, der zu deinem Körpertyp passenden Anzug zu finden!

 

Beachtet man diese Tipps und Tricks, kann dann nichts mehr schief gehen! :-)

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