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Neuigkeiten

Fastenzeit mal anders

Erstellt von Natalia Skreinig |

Viele Menschen benutzen die Fastenzeit, um für eine kurze Zeit kleine aber bedeutsame Veränderungen in ihren Leben zu bewirken. Es ist eine Zeit, die sich aber auch optimal als Sprungbrett für einen nachhaltigen Neubeginn anbietet.

Während der Fastenzeit lassen manche Menschen das Fleisch weg, doch viele beschließen, in dieser Zeit eher auf Süßigkeiten, Alkohol, Kaffee oder auf sonstigen "Süchtig-Machern" zu verzichten. Bei manchen greift das Fasten aber von der Diät in den Alltag über, und so werden Smartphones ab einer bestimmten Uhrzeit bewusst weggelegt, oder Social Media wird mal links liegen gelassen. Es ist eine Zeit, in der man sich auf einer bestimmten Art "neu kalibriert", und meistens sind die Auswirkungen davon auch gesund – weswegen man sich vielleicht fragen sollte, wieso man das nur an 40 von 365 Tagen im Jahr macht.

Nicht nur in der Fastenzeit bewusst auf sich achten

Anstatt diese Veränderungen nur während dieser 40 Tage zu machen, könnte man sich überlegen, seine neuen Angewohnheiten das ganze Jahr über anzuwenden. So könnte man zum Beispiel bewusst beschließen, ab sofort nach 19:00 Uhr keine E-Mails mehr zu checken, kein Smartphone im Bett zu verwenden, oder am Wochenende sich einen Tag auszusuchen, wo Computer und Tablet bewusst ausgeschaltet bleiben. Und wenn man nämlich anstatt nur zwischen Fasching und Ostern komplett den Kaffee weglässt (aber dafür an 325 Tagen im Jahr je acht Tassen zu sich nimmt) versucht, seinen Schlafrhythmus ein bisschen mehr zu regeln, ist da auf lange Sicht sicherlich gesünder! 

Nicht nur auf physische Dinge kann man verzichten. Durch das bewusste Verändern von Gewohnheiten, kann man sich zum Beispiel ein selbstbewussteres Auftreten "er-fasten" – so wie wenn man beispielsweise bewusst drauf achtet, wie man spricht. Klingt vielleicht auf den ersten Blick banal, doch was wirkt überzeugender? Die Aussage „Ich würde folgendes vorschlagen“ oder „Ich schlage folgendes vor“? Kleine Veränderungen wie diese können tatsächlich einen großen Unterschied machen!

Verändern statt verzichten

Auf etwas zu verzichten bedeutet unbewusst für uns, dass wir etwas verpassen. Wer schon mal geraucht hat und beschließt, damit aufzuhören, weiß, wie schwierig es ist, auf die Zigarette zu “verzichten”, die man beispielsweise immer mit dem Kaffee gemeinsam genossen hat. Es kann einem tatsächlich alleine wegen diesem nostalgischen “Vermissen” schon schwer fallen, die Gewohnheit endgültig hinter sich zu lassen. Und versucht man, abends nicht zum Smartphone zu greifen (und dem schädlichen Blaulicht ein wenig zu entkommen), so hat man vielleicht das Gefühl, genau in dieser Zeit etwas verpassen zu können. Doch ist man sich im Klaren, dass dies kein “Verpassen einer Möglichkeit”, sondern vielmehr ein Schritt in Richtung gesünderes, erfüllteres Leben ist, so fällt es einem leichter, die Veränderung auch nachhaltig und konsequent durchzuziehen.

Nachhaltige Veränderung statt einmaligem Verzichten - so gelingt's!

  1. Sei dir bewusst, was du möchtest und formuliere es aus. Hat man als definiertes Ziel “ich möchte gesünder Leben” ist es leichter, weniger Schokolade zu essen oder nicht mehr zu rauchen, als wenn man sich einfach sagt “ja, ich probier das jetzt mal und schau, ob’s funktioniert”. 
  2. Dreh den Spieß um. Anstatt immer an das zu denken, was du weglässt, fokussiere dich auf das, was du schlußendlich erreichst. Finde Alternativen zu den Dingen, auf die du "verzichtest", die dir genauso viel schmecken oder Spaß machen – statt zum Beispiel abends eine Stunde in Instagram zu verbringen, kann man vielleicht Freude daran finden, gemeinsam mit Freunden zu kochen, oder länger draußen mit dem Hund zu spielen.
  3. Setze dir mehrere kleine Ziele statt einem großen Ziel und mache kleine, aber dafür effektive Schritte. Oft ist es hilfreich, zuerst zu reduzieren, anstatt auf ein Mal eine große Veränderung durchzuziehen. So kannst du zuerst von acht auf fünf, dann von fünf auf drei Kaffee am Tag reduzieren, oder dir vornehmen bis zum Ende des Monats nur mehr 1 Zigarette am Tag zu rauchen – das ist mit Sicherheit leichter, als auf ein Mal einen großen Schritt zu machen, und so gehst du weniger schnell der Versuchung nach, aufzugeben! 

Mit diesen Schritten müsste eine nachhaltige, positive Veränderung nichts mehr im Wege stehen. Viel Erfolg!

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