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Neuigkeiten

Adobe verabschiedet sich vom Flash Player

Erstellt von Natalia Skreinig |

Flash wird ab sofort immer weniger vorkommen, und bis 2020 soll der Plug-In vollkommen verschwinden.

Seit über 20 Jahren begleitet uns der Flash Player in unserer Online-Welt. 2005 wurde er von Adobe bei der Übernahme von Macromedia aufgekauft, und das damals noch heißbeliebte Plug-In war auf fast jedem Rechner installiert. Spätestens jedoch mit dem offenen Brief von einem der wohl einflussreichsten Personen der letzten drei Jahrzehnten, Apple-Gründer Steve Jobs, kann man aber sagen, dass der Flash Player im Sterben liegt.

Jobs entschied sich nämlich bereits 2010, den Flash Player nicht in seinen Produkten zu integrieren, und schrieb, dass Apple Zuverlässigkeit und Sicherheit nicht gefährden wollte, indem sie weiterhin Flash benutzen. Die Sicherheitsskandale in den letzten Jahren wurden jedoch nicht weniger, denn Mitte 2016 wurden unter anderem sogar Sicherheitslücken gefunden, die es Hacker unter anderem ermöglichten, Kontrolle über ganze Geräte aus der Ferne zu übernehmen, Browser zu crashen, und ganze Server an sich zu reißen. Google blockiert seit 2015 bereits einige Flash-Inhalte in ihrem Chrome-Browser und appelierte an Kunden, HTML5 zu benutzen. Sogar der Sicherheitschef von Facebook forderte 2015 den Tod von Flash

Was der ehemalige Apple-Firmenchef schon vor 7 Jahren wusste ist nun auch Adobe bekannt, und die Firma erklärte diese Woche, dass Flash keine weiteren Updates oder Erneuerungen bekommen würde. Tatsächlich besuchten 2014 etwa 80% aller Chrome-User Seiten mit Flash; heutzutage sind es gerade mal 17% - und in den nächsten Jahren sollen Flash-Inhalte noch stärker reduziert werden. Ab nächstes Jahr soll in jedem Browser auch jedes Mal gefragt werden, ob Flash ausgeführt werden soll, und mit 2020 soll der Plug-In ganz verschwinden.

Der Tod von Flash Player wird viele Erneuerungen mit sich bringen: Entwickler werden ab sofort auf zum Beispiel HTML5 umsteigen müssen, und Facebook fordert jetzt schon Spieleentwickler auf, sobald wie möglich auf Alternativen zu setzen. Google schreibt, dass viel Arbeit nötig gewesen war, aber dass das Internet nun bereit sei für das Ende von Flash. Während sämtliche sichere Alternativen täglich häufiger werden, können wir dem nur zustimmen.

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